Die Burg

Die Burganlage von Reichenstein erstreckt sich auf einem steil abfallenden Felssporn in einer kesselartigen Erweiterung des engen Tales der Waldaist. Das heterogene Erscheinungsbild der Burgruine hat seine Ursache in den baulichen Veränderungen, die im Laufe der Jahrhunderte bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder durchgeführt wurden.

 

Von der um 1300 ursprünglich errichteten kleinen mittelalterlichen Burg ist nur mehr die Kapelle, die bis auf den heutigen Tag für religiöse Feiern genutzt wird, erhalten. 1576 wurde anstelle des früheren Palas ein heute noch bewohnter Renaissance-Trakt errichtet, von den ebenso neu gebauten Flankentürmen ist nur mehr der rechte erhalten. An die Kapelle der Burg ist im Nordwesten das sogenannte „Waldaist-Stöckl“ angebaut, welches bis 1816 als Schule diente. Bis zur Gründung des OÖ Burgenmuseums beherbergte dieser Anbau ein Museum, das Themen der Waldaist behandelte.

 

1989 stürzten Bauteile im Südwesten der Anlage den Hang hinunter. Umfangreiche Sanierungsarbeiten folgten in den Jahren 1990 bis 1994. Seit 1988 kümmert sich der Kultur- und Erhaltungsverein Burgruine Reichenstein um die Erhaltung der Burgruine. Viele Reichensteiner, aber auch Bewohner der Umgebungsgemeinden engagieren sich für den Verein. Die neue OÖ Burgensmuseum Reichenstein GmbH wird gemeinsam mit dem Burgverein und in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt für die weitere Erhaltung der Burg Sorge tragen.